Erstfeld Tourismus heisst Sie herzlich willkommen


Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü


Sonnig Stöcke

KULTUR > Erstfeldertal

Die Sunnigen Stöck

Die warmen, hellgrauen Kalkschieferwände, die jäh aus dem Talboden emporschiessen, direkt in den Himmel wie man meint, die schroffen Sunnigen Stöck, früher teilweise als Geissberge bezeichnet, bilden den Hauptkamm zur durchggehend acht kilometer langen Schlossbergkette. Diese schiebt nach Osten eine Gruppe wild zerrissener Gipfel vor, welche auf dem Hauptkamm der Schlossbergkette aufgebaut sind. Zwei gewaltige Felstürme östlich vom Älpeli Griess, der Älplistock und das Fleigenfatthorn leiten über in die nachfolgenden Sunnigen Stöck, die im Griggeler ihren Abschluss finden. Gegen Süden fallen die kühnen Grattürme in teils senkrechten Stufen gegen die Erstfeldertalseite ab. Richtung Norden, gegen Guggital- Waldnacht ist die Neigung der vielschichtig gegliederten Felsen wesentlich flacher.

"An den kolossalen, bang anzuschauenden Felsen der Geissberge, die das Tal in lotrechter Senkung einwanden, zieht sich ein kaum sichtbarer Pfad, der sogenannte
Fliegenpfad empor. Diesen grässlichen Weg haben, man glaubt es kaum, verwegene Urner Gemsjäger auf ihren Streifzügen schon mehrmals zuückgelegt". Die Gämsjäger kannten damals noch den heute verlorenen Bergnamen, Rotschyen.

Uri Land und Leute 1902/ Van der Ploeg 1912

Erwähnungen/ Namensgebung

Sunnigen Stöck
1876: "Die Zacken der Sonnigstöcke auf der Nordseite des Thales"
Ochser, Jb. SAC. 12


Wannelihorn 1840 m

Felsstock im Gebiet des des Wanneli, auch als Wilerstock bezeichnet.
1834: "Bockitobel, ein merkwürdiger, furchtbar tiefer Felsenschlund zwischen dem Wannelistock und der Hochfluh in der Gemeinde Erstfelden". Lusser, Kanton Uri, Gemälde der Schweiz

In engster Beziehung zu diesem karförmig abgeschlossenen Karrenfeld steht die unterhalb des Wanneli, ungefähr 300 m tiefer hervortretende intermittierende Quelle, die ein- oder zweimal im Jahr unvermittelt eine mächtige Wassermenge zu Tale fördert, um bald darauf wieder zu versiegen und das verhältnismässig breite, felsige Bachbett wieder austrocknen zu lassen. van der Ploeg 1912

Wanneliegg: Geländerippe gegen das Wannelihorn.
Wilerhoren: Eiförmiger Fels im Raum Oberwiler. UNB Bd.I

Griggeler
Griggelen. Gabelung der Schenkel des menschlichen Leibes, Winkel zwischen den Fingern, Winkel zweier Äste, gabelförmiges Gerät. UNB Bd.I
1893: "Der Schlossberg schiebt nach Osten eine lange Kette wild zerrissener Gipfel vor, die Geissberge und Sonnigstöcke, die im
Griggeler, 2075 m, ob Erstfeld, ihren Abschluss finden". Alpina SAC., 1

Boglihorn

"Ebenfalls auf der linken Talseite liegen am Fusse des Boglihorns die beiden Alpen Boglistäfeli – Wanneli". "
Die zum Boglistäfeli gehörende Alp Wanneli liegt auf der Nordseite des Boglihorns".
Alpwirtschaft und Wildheuen im Erstfeldertal 1945, Blätter

"Boglistäfeli ist eine kleine Weide am östlichen Hange des Boglihorns" Alpinspektion Korp. Uri 1907

Spitzen Horen 2110 m
Diese östlichste Spitze im Hauptkamm der Schlossbergkette ist wegen ihrer schönen Aussicht besteigenswert
. Urner Führer 1966

Hoch Geissberg, 2395 m
Sonnigstock
I
1586: "im Erstfälder Thall gelegen, stost (...) an geissberg".
Urbar Pfarreikirche Sisikon UNB
1708: "Subsylvanorum sunt rothe Sattel, (....) Geissberg, Arniberg
" Scheuchzer, Helveticus

1876: "Die nördliche Wand des Erstfelderthales wird von den steilen Kalkschieferwänden des Schlossberg, Geissberg und Sonnigstock's gebildet". Jb. SAC 12, Schiess,
Breiter und markanter Gipfel mit dem nördl. Gratausläufer
Geissberggrätli, 1915 m.

Seit 1983 steht auf dem Geissberggrätli ein weithin sichtbares Kreuz. Dieses wurde 1999 durch ein neues, grösseres ,schichtweise verleimtes Lärchenholzkreuz ersetzt(Geissbergfreunde Attinghausen.)

Äienhorn, 2045 m

Hornförmiger, vorstehender Felsturm an der Bergflanke unter dem Hoch Geissberg.
Das obliegende Terrain heisst wegen des Wildreichtums
Tiergärtli.
"Ei, Ey. Einsame, d.i. eine abgelegene, beynahe unbewohnte Gegend"

Stalder, (1757 -1833) Schweizerisches Idiotikum, Verlag Sauerländer. Reihe Sprachlandschaft, Band 14

Rund Stock, 2459 m
Sonnigstock
II

In der LK als "Rund Stock" bezeichnet, erster Gipfel westlich Hoch Geissberg.
Seine Form wirkt von der Seite des Erstfeldertales alles andere als rund.

1908: Erste Begehung durch R. von Steiger und W. Niggler


Bänderfurggistock, 2473 m
Sonnigstock
III.

Kegelförmiger Berg neben dem Bänderfurggi ,(Bänderfurggistöckli.)

1908: Erste Begehung durch R. von Steiger und W. Niggler

Follenstock, 2445 m
Sonnigstock
VI
Bergstock neben dem Follental> trichterförmiges Lawinental.

1908: Erste Begehung durch R. von Steiger und M. Voigt.

Gr.Sitengrätli Stock, 2576 m
Sonnigstock
V
Benannt nach den steilen, unterliegenden Flanken, der
Chly und Gross Siten.
1908: Erste Begehung durch R. von Steiger und M. Voigt.

Rotschijenhorn
"Am Rotschyen unterhalb Punkt 2713 der Siegfriedkarte, zwischen Geissberg und den
Sonnigstöcken, dem sogenannten Rotschyenhorn der Gemsäger".
Pieter v. Ploeg 1912



Fleigenfatthorn, 2710 m
Felsgipfel oberhalb des "Fläugenfads" .
Ehemals Vorderer Geissberg.
"An den kolossalen, bang anzuschauenden Felsen der Geissberge, die das Tal in lotrechter Senkung einwanden, zieht sich ein kaum sichtbarer Pfad, der sogenannte
Fliegenpfad empor. Diesen grässlichen Weg haben, man glaubt es kaum, verwegene Urner Gemsjäger auf ihren Streifzügen schon mehrmals zuückgelegt".
Uri Land und Leute 1902
1893: Erste Begehung durch C. Forrer, E Inderbitzen, F. Erni mit dem Erstfelder Bergführer Gebhard Püntener.



Älplistock, 2713 m
Ehemals Hinterer Geissberg

Der östlich vom Älpeli Griess liegende Felsturm trägt ebenfalls die touristische Handschrift des Erstfelder Bergführers Gebhard Püntener- Huber, der im Sommer 1894 mit dem SAC- Mann C. Forrer den Gipfelturm von Nordwesten über griffige Kalkfelsen erkletterte.

Die erste Begehung des Fleigenfatthorns 1893

Sie gelang dem Erstfelder Bergführer Gebhard Püntener, der am 6. Aug. 1893 zusammen mit Dr. Forrer, SAC Sektion Winterthur, E. Inderbitzen und F. Erni, erstmals auf dem schmalen Kamm des noch unberührten Gipfels stand. Von der Alp Waldnacht aus überschritten sie den Bockibach, stiegen über die Ochsenplanken steil und nahezu direkt gegen den Gipfel an, um dann beim Schmalfatt, auf 1920 m umzubiegen in die wilde Einöde. Über scharfes Geröll und durch Firnschnee folgten sie einem aufgescheuchten Gemsenpaar bis zum einem nach Norden abfallenden Kamm.

Doch die von hier aus beabsichtigte Gratüberschreitung erwies sich als nicht begehbar. So hiess es absteigen und den Aufstieg über den ziemlich steilen Nordgrat auf die Spitze des Fleigenfatthorns zu versuchen. Schliesslich standen sie nach einiger Überwindung kurz vor 13 Uhr auf dem ungefähr 15 Meter langen, schmalen Gipfelkamm des Fleigenfatthorns. Dort erstellten sie in beissender Kälte einen stattlichen Steinmann. Beim Abstieg folgten sie dem Nordgrat, bogen dann zu der Lücke ab und gewannen unschwierig die Südostflanke des Älplistockes, wo sie den Spuren eines Jägerpfades folgten. Nach der Querung der Älpliplatte standen sie um 18 Uhr glücklich bei den Älplern vor den Hütten auf der Alp
Chüeplangg. Dort feierten sie ihren Steinmann auf dem Gipfel, denn weder die umliegenden Talleute noch die älteren Bergführer wussten von einer anderen Begehung.


Gebhard Püntener-Huber: Lokalführer Erstfeldertal und Umgebung Urner Patent 1890; Sein Sohn Josef wurde ebenfalls Bergführer.

HOME | UNSER DORF | FREIZEIT | GASTRO | GEWERBE | VEREINE | KULTUR | Site Map


ADRESSE: Erstfeld Tourismus, Postfach 30, 6472 Erstfeld | erstfeld@erstfeld-tourismus.ch

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü