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KULTUR > Erstfeldertal
Schwybogenbrücke
Name
Der Name Schwibogen stammt aus dem ahd. sweben (schweben) und bezeichnet in der Regel „steinerne, gewölbte Brücke; auch Fensterbogen“. UNB
Lage
Zwischen dem hinteren Stägmätteliberg und dem Kleeberg (Erstfeldertal) spannt ein Bogentragwerk aus Erstfeldergneis über den Alpbach, deren Kämpfer seine Lasten beidseitig des Wasserlaufs absetzt und zwei massive Widerlager aufweist.
Erstmalige Erwähnung
Ein Vorläufer der gewölbten, aus Erstfeldergneis gemauerter Brücke wird in einer Altgülte aus dem Jahr 1711 erwähnt: „auff Meinem berg, Höllberg von villen geheissen im Erstfeldner Thall neben der Steine Bruggen gelegen, stosst… an den Alten Bach … an Rickhen Lauwj“.
Bild oben (altes Erstfelderbuch. p. 193)
Eine Zeichnung dieser Schwybogenbrücke des Künstlers Franz Xaver Triner (1767 – 1824), datiert um das Jahr 1790.
Neubau 1885
Am 26. Mai 1885 beschloss der Bezirksrat Uri:
„Der Gemeinde Erstfeld wird für die in Stein neu zu erstellende Schwybogenbrücke über den Altenbach die Übernahme der Hälfte der auf Fr. 900.-- berechneten Kosten zugesichert“.
Die Belastungsprobe bestand die Brücke rund 75 Jahre später durch das Befahren eines alten Stollenbaggers. Allerdings ohne Baggerführer. Ganz sicher ist man ja nie! Das Bergheimwesen Stegmätteliberg neben der Schwybogenbrücke bezieht sich auf diesen Steg.
Bild oben: Schuler Gustav
Bild rechts
Alte Schwybogenbrücke aus dem Jahre 1885 mit den Gebäuden des Kleebergs, in Altgülten auch "Höllberg" genannt.
Heute überquert westlich neben dem alten „Schwybogen“ aus dem Jahr 1885 eine betonierte, schmucklose Brücke über den Alt/-Alpbach.
Bild unten
Haus im Sagerbergli, im Grundbuch "Stegmätteli" genannt.
(Foto Aschwanden)
Besitzer/ Anstösse
1768 wird im Urbar der Pfarreikirche Erstfeld erwähnt, das Stegmätteli stosse an einen Gitzistein.
1788 zeigt das Zinsbuch der Pfarrgemeinde Erstfeld den Eintrag:
„ab dem rübj und Stegmätteljberg“.
1871 ist in einer Gülte des Silener Stiftmessefonds festgehalten, dass der Thalberg, (Stegmätteli), in der Gemeinde Erstfeld gelegen, an des Joh. Josef Wipflis Schützenrütti anstosse.
Das Amtsblatt vom 5. März 1850 nennt als Besitzer des Stegmättelibergs, „dem Andreas Arnold von Erstfeld gehörend“.