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Gwasmet

KULTUR > Erstfeldertal

Gwasmet 2265 m
Bergstock nördlich vom Jakobiger, von diesem durch das „Riedfurrgi“ getrennt.
1835: „Quasmet“.
Karte Delkeskamp
1874: Erste touristische Ersteigung durch C. Nager mit einem Hirt von Wischfluh


Besteigung des Gwasmet

Herr Nager erstieg von der Wischfluhhütte aus die erste Terrasse der südlichen Talwand, wanderte neben dem kleinen, schwarzen Faulensee vorbei, dann über grosse Schuttmassen und Gneistrümmer zur zweiten Terrasse, zum Obersee. Immer ansteigend umging er den Pauken und den Hundtschingel, überschritt mit grosser Anstrengung ausgedehnte Trümmerfelder von gewaltigen Gneisblöcken und erreichte die Spitze des Gwasmet, 2282 m, nicht zu verwechseln mit dem grossen Gwasmet, 3079 m, zwischen Kröntlet und Spannort.

Urnersee, Altdorf, Schächen- und Maderanertal traten in sein Blickfeld, dann wandte er sich der Lücke zu, welche den Gebirgskamm zwischen Jakober und Ruchen bildet. Den Leidensee, der in einer kraterförmigen Vertiefung des Gneisgebirges seine hellgrünen und sehr tiefen Wasser eingebettet hat, ohne dass ein Abfluss sichtbar ist, umging er westlich aufsteigend bis hinauf zur Kammhöhe. Der Blick gegen Süden nach dem Bristenstock überraschte ihn, ebenso wie das Fellital, dessen Bach von seinem Sturz in die Reuss bis auf die Höhe der Fellilücke in die Oberalp zu verfolgen war.

Jedenfalls eine der lohnendsten Gänge im Clubgebiet, durch unberührte, wildfelsige Alpenreviere, wie sie nur Uri, das Felsland par exellenze, das herrliche, einzigartige Uri, uns noch bietet. Als Führer diente ihm ein einfacher Hirt von Wischfluh.

Christ, Unterwaldner Alpen, p. 34f, Jb. SAC. 1875 ( gekürzt)

Bergrücken Erstfeldertal mit:
"Spitzen- Gwasmet- Jakobiger- Hundtschingel- Ruchen- Gwächten - Krönten- Päuggen"

Bild unten: Leidsee mit "Gwasmet" im Hintergrund

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