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KULTUR > Erstfeldertal
Die 1. Erwähnung des Tales notierte 1361: das Steueramt der Fraumünsterabtei Zürich:
“Item Cûnis sûn im Tal 1 D (Dinar) von dem Gut in der Rûti"
1370: "Item Cuenis Sûn imTal 1 Den. (Denarius) von den Gut in der Rûti “. UNB Bd. II p. 1173
Sehr früh erwähnt ist die steile Bergflanke Hängiberg, die einem unterliegenden Hof den Namen gab.
um 1300 :„C. ennut Bachs 20 d de agro an Hengeberg“ (ennut Bachs, Raum Spätach).
Vor 1330 : „H. nit Kilchun 1. sol. de Hengeberg“ (nit Kilchun, Raum Niderhofen).
„H.nid Kilchen 1 s von dem gute ze Hengeberg“.
„und ein stuki ze Hengelberg“. „zwei stuki, ligent an Hengeberg“. Urbar Fraumünsterabtei Zürich, UNB
1508: „ab einem gut, genant hengenberg“.
1574: „ab meinem guoth, spätach genant.. stost.. an das guoth hängi berg.. an alten bach“.
1482: Wird der heutige Alpbach und verschiedene Heimetli, wie die Bodenberge erwähnt:
"vom griess, stost vff den altenbach“.
1504: „von schindlern, stost an den altenbach“. (Schindlern, Raum Restiberg- Stutzberg)
1555: Der Landmann vom Uri besiegelt am 14. Febr., dass sie vor etlichen Jahren den Kilchgenossen von
Erstfelden die Bewilligung erteilten, drei Komplexe Wald in Bann zu legen.
Einer davon lag im Erstfeldertal. Der Bannwald vom St Niklausen: „Gläusenstein“ bis zur Bruchenkähle.
1580: Beginnt die Pfarrei Erstfeld mit den Eintragungen im Jahrzeitenbuch. Hier und in anderen kirchlichen Organisationen wurden die Zinsen fein säuberlich vermerkt. Beim Frauenkloster St. Lazarus bis zu den Stiftmesse und Zehntenfonds. Den Jahrzeitenfonds, von der Jagdmatt und andern Kapellen, zur St. Antonius- über die Rochusbrüderschaft zum unteren und oberen Heiligkreuz. Der Bruderschaft unserer lieben Frau, allen möglichen Pfründen bis zur Armenpflege, dem Allerseelensonntag bis zu Seelgeräthen, einem Vermächtnis zum Heil der Seele (castrum doloris), verschuldeten sich die Leute aus dem Erstfeldertal, also nicht nur bei den weltlichen Feudalherren sondern auch bei allen möglichen kirchlichen Institutionen. Und je grösser die Verschuldung der Heimetli, je wechselvoller die Eigentümergeschichte.
1595: Hier schaut man über das Dorf: „zu örschväld, vff einem guth, heist vff den flieyen”. Altgülte
1596: Wird der „Bärli buz Wald“ und die „Reckhen lawj “ als Grenzen umschrieben.
1611: Im östlichen, kleinen Ausgangstürchen des Oberberges wird die Jahrzahl 1611 eingeschnitzt.
1621: Am Eingang zum Erstfeldertal wird „gemahlen“, in der “Mülj zu Erstfeld, under den Flüyen gelegen“.
1628: verzeichneten die verodneten Herren: „Schreiber Mathias Käs, Heinrich Zurenseller, Jakob Gamma als auch Jakob Nell enethalb der Rüss…die Marchen. „Erstlich zuo Niderhoffen… ob Antoni Megnets selig Hofstatt….bis ob den Nossen im Kalberwaydli“. „Ob Peter Wüschers Hofstatt.. Schnuerrichtig duren“.. „bis an Jöry Stattlers Hofstatt bis an die fluo“. „ Ob Jakob Stattlers Hofstatt in der Wourkähle bis.. an ein Nussbaum neben dem Holzzug.. ob der Blangg im Hangiberg ist ein wysses Nosslin, darin ein altes Kreuz erneuert worden ist“. „ Ob Jakob Schilligers Hofstatt ... bis an den alten gaden bei der fluo“. „Jch, Johann Sackel, Schuolhalter zuo Erstfälden hab dies auf begehren des Ehrwürdigen H. Pfarrherren alhier von Wort zuo Wort ab dem richtigen Original abgeschrieben..“ Copie Privat
1652: Bestimmten die Korporationsgenossen am Markustag, in der Jagdmatt, wann mit Schmalvieh „auf die Bodenallmend möge gefahren werden“.
1665: Das Heimwesen Sulzwald stosst „gegen bintener’s Mötlen“. UNB
1668: In einem Kalkblock wird im Grunde des Tales am 8. August die Jahreszahl 1668 eingemeisselt.
1697: Erwähnt man an die Alp „zwischflüe“.
1699: Nennt eine Marchumschreibung die „Dütschibrüggen“.
1708: Die “ kleine und grosse Spaneter“ werden erstmals erwähnt.
1711: Heisst im Gebiet des Schwybogens die Brücke über den Alpbach „steine Bruggen“.
1722: Die Bruchengand „stost an Johannes Zur Fluos Bruchen, und.. an Bruchen gandt“.
1725: Umschreibt eine Altgülte das Gut „Birchi“.
1726: War der Restiberg Eigentum von Johann Epp.
1727: Sebastian Schillig hat einen Luchs geschossen.
1734: Das Reisten und Holzen aus dem Hängiberg und aus dem Höllwald wurde mit Busse belegt.
1738: Richteten nach schweren Stürmen die nachfolgenden Lawinen schwere Schäden an.
1741 Urteilte ein 15-er Gericht über das Reisten und den Winterweg im Thal-oder Rübiberg.
1757: Wurde der Wald von der „reckhen lawj bis hinden in die griessrübi“ in Bann gelegt.
1773: Verunglückte in den Sonnigstöcken der Jäger Ambros Gamma.
1774: Am 10. September um 16 Uhr bebte nach einem starken Föhnsturm die Erde, Felsblöcke und Steine stürzten von den Gebirgen ins Tal und versetzten die Menschen in Angst und Schrecken.
1778: Erkannte die Landsgemeinde, dass der Erstfelder Kirchgang selber bestimmen solle „wann an schattigen Orten auf der Allmend geheuet werden möge“.
1781: Auf dieses Jahr datiert eine Inschrift in der Ofenplatte auf Furrers Ämmetenberg.
1768: Die nicht mehr vorhandene Ofenplatte im alten Haus Schopfen trug die Jahrzahl 1768.
1788: Erstellte ein Hafner den „Giltsteiofen“ im Kleeberg. Die zweite Ofenplatte trägt die Jahrzahl 1805.
1789: war ein strenger Winter, sodass von den Weihnachtstagen bis zum St. Johannistag wegen Schnee- und Lawinengefahr nieaus dem Erstfeldertal zur Kirche gehen konnte. Die Revolutionszeit hinterliess mit dem Namen “Franzosenhöhle” am Eingang des Erstfeldertales ihre unselige Präsenz, die grosse Missernte von 1816 führte zur letzten grossen Hungersnot im Land, bevor sich die allgemeine Entwicklung allmählich besserte und mit dem Beginn landeskundlicher Interessen Fremde im Tal auftauchten.
1790: malt der Schwyzer Franz Xaver Triner die „ Schwybogenbrücke“ und andere Motive aus dem Tal.
1803: Unter dem Giebel trägt das Haus im Kleeberg die Jahrzahl 1803.
1820 Erklärt sich der Zunahme „ Lunzi“: "Leonzi Wipflis Anteil Stegmätteliberg“.
1821: Macht der Basler Maler Friedrich Salathé (1793 – 1858) nach seinen Studien in Rom in Erschfelden Halt. 15 Wochen wohnt er bei der Familie von Ambrosi Bissig in der Kirchstrasse in Erstfeld. In dieser Zeit malt und skizziert der Zeichner der Romantik viele Motive im Erstfeldertal.
1824: Ist der bekannte Basler Samuel Biermann im Erstfeldertal anzutreffen und zeichnet dort den "obersten Stafel der Erstfelder Alp".
1830: Besucht der Deutsche Vedutenkünstler und Kupferstecher Friedrich Wilhelm Delkeskamp die Gegend.
1834: Berichtet der Altdorfer Arzt und Naturforscher Dr. K. F.Lusser über das Erstfeldertal:
„Ein wenig bekanntes, wirklich sehr sehenswertes, wohl vier Stunden langes Tal, welches sich in südwestlicher Richtung zwischen steilen, hohen Gebirgen in sanfter Neigung bis zum ungeheuren, aber herrlich schönen Schlossbergfirn hinanzieht. Anfänglich erhebt sich der auch für Vieh sehr brauchbare und gefahrlose Weg aus dunklem Gewölbe von dichtstehenden Wallnussbäumen malerisch empor und klettert im Zicküber einen Gneisfelsen hinan, dann dem in tiefer Spalte brausenden Talbach entgegen. Zwischen Felstrümmern und malerisch gruppiertem Gelände taleinwärts, dann über mit schönen Wohnungen besäte Bergwiese, sodann durch einen Alpenwald hinan unter dessen Staube die Morgensonne schöne Regenbogenfarben malt. Nun wird die Natur nackter, alpenartiger, der Thalbach eilt stark fallend zwischen zwei Terrassen hinab. Dem Wanderer bleibt es frei, eine derselben zu besteigen und über die andere zurückzukehren, besonders wenn er einen aller Fusssteige kundigen Führer von Erstfelden oder aus dem Thale mitgenommen, wenn dies auch nur ein Hirtenknabe wäre. In kurzer Zeit und ohne alle Gefahr kann man am Ende dieses schönen Alden gewaltigen Firn und dessen Gletscher anstaunen den prächtigen Wasserfall des Faulenbaches betrachten, den schwarzen Faulensee und den Obersee, in welchen sich vom Gekrönten herabsteigender Firnschnee badet, sehen. Freilich, Wirtshäuser sind im Thale keine, gastfreundliche Berghäuschen und Alphütten aber, wird der Wanderer überall antreffen“.
1835: Malt der Gebirgszeichner und Alpinist Zeller- Horner im Hintergrund des Tales den „Altenstafel“ mit dem noch weit vordringenden der Schlossberggletscher.
1838: Informiert Sommerlatt vom 770 Seelen- Dorf Erstfeld am Eingang des gleichnamigen Tales und von der herrlichen Ansicht des Faulenbach Wasserfalls.
1848: Berichten die ersten Touristen vom Fulensee.
1853: Die „alte Gasse“ wird erneuert und die Benützung neu geregelt.
Die Alp Matt findet als *Heukuhweide“ Erwähnung.
1857: Erste Nennung des "Schützenrütteli“.
1863: Der Engelberger Bergführer Eugen Imfanger erreicht mit E. Cattani den Gipfel des Schlossbergs.
1863: Das alte Plattenberghaus trägt unter dem Giebel die Jahrzahl 1863.
1867: Das Gross Spannort wird von seinem gleichnamigen Joch aus erstmals erstiegen.
1868: Am 4. August betreten ein Engländer und zwei Urner Führer den Gipfel des Krönten.
1872: In alten Haus auf der Flüe trug die Ofenplatte die Jahrzahl 1872.
1876: Fertigt der Deutsche Woldemar Kaden aus Dresden seine Ansichten und Stiche im Erstfeldertal.
1877: Die Bezirksgemeinde erteilt die Bewilligung zur Ausbeutung des Spannort - oder Schlossberggletschers.
1879: Erkundet der Geologe U. Stutz das Erstfeldertal und schreibt darüber im „Jahrbuch für Mineralogie“
1879. Am 15. März wird über den im Altbach tot aufgefundenen Lorenz Huber die Akte geschlossen.
1885: Neubau der Schwybogenbrücke über den „Altenbach“.
1886: Malt der Künstler Johannes Weber ein Aquarell des Schlossberggletschers.
1887: Am 1. August werden auf Emmeten zwei Frauen durch Blitzschlag getötet. Im gleichen Jahr stürzt Valentin Bächler im Alpbach zu Tode und Jüngling Josef Wipfli verliert nach einem Unfall in der „Stäuben“ sein Leben.
1888: Bei einem Lawinenniedergang im "Nofli“ wird Johannes Furger getötet.
Erstmals betreten Menschen die „Adlerspitze“.
1890: Wird am unter dem Ausläufer des Oberseemandli die erste Kröntenhütte erbaut.
1891: Am Dreikönigstag stirbt Johann Furger im Raum Bogli den Lawinentod.
1892: Das „Bogli- Stäfeli“ und das „Wanneli“ werden als Alprecht erklärt.
1893: Die Alp Matt wird als Alprecht erkannt.
1893 : Prinz Heinrich, Begleiter der Königin von England, benützte den kurzen Aufenthalt ihres Sonderzuges beim Maschinenwechsel zu einer photografischen Aufnahme des Erstfeldertales.
1897: Schildert der Schweizer Schriftsteller Carl Spitteler seinen Eindruck von der Aussicht der Bahnstation: „Die Haltestelle von Erstfeld könnte an keinem glücklicheren Punkte gewählt werden“.
1899: Die Gemeindewerke fassen die Quellen im Erstfeldertal.
Im März zerstört eine Staublawine viele jungen Waldpflanzen und einen grossen Stall in den Bodenbergen.
1901: Fand die englische Miss Jafford im Schlossbergletscher den Bergtod.
1902: Erscheint der „Urner Reiseführer“ und berichtet:
“Noch imposanter und urwüchsiger als das Schächental ist das vier Stunden lange Erstfeldertal, wo die Alpennatur in Fels, Gletscher und Wassersturz viel Anschauungs- und Bewundernswertes schuf. In seinen Gründen wimmelt es von romantischen und idyllischen Stellen, die lieblichsten Matten wechseln hier mit schmucken Wäldern, pittoresken Felspartien und erwürdigen Wettertannen und Arven ab. In brausender Ungeduld stürmt der wildschöne Sohn des Gebirges, dem Gletscher entsprossene Talbach einher und in all’ dem genialen Unfug den er da und dort anrichtet, scheint er dem verwundert dreinschauenden Besucher zuzurufen: “ Ich bin der Knab’ vom Berg “.
Nach zwei Stunden erreichen wir die Hütten von Sulzwald und überall macht sich der Genius des Pflanzenlebens besonders bemerkbar. Weiter gelangen wir in 15 Min. zu den Stäuben, wo der Tallbach in unbändiger Hast unter gräulichem Tumult über abwechselnd steile Bergstufen herabstürzt und sein Wassergestäube von der Morgensonne in allen Farben des Regenfunkeln lässt. Bei den Hütten der Kuhplankenalp finden wir schon die Alipenrosen in hellen Scharen beisammen, doch die grossartigste Partie kommt noch.
Nur wenige Minuten später und wir stehen vor einem der schönsten Wasserfälle der Schweiz, dem imposanten Faulenfall. Das Donnern und Brausen dieser mächtigen Wasserflut, die Wucht ihres Niederplatzens der umhersprühende Perlschaum und die bedeutende Fallhöhe gewähren ein malerisches Bild, eine Natursymphonie voll Kraft und Harmonie“.
1904: Durchsteigen Bergführer J. Zgraggen und der Kletter H. Rütter erstmals die Schlossberg Südwand.
1907: Ereignet sich in den Sonnigbergen ein Lawinenunglück.
1912: Von „Pieter van der Ploeg“ erscheint an der Universität Zürich die Dissertation: „Geologische Beschreibung der Schlossberg- Spannortgruppe“. Die Kröntenhütte wird nach den Plänen der Firma Püntener und Sohn, Erstfeld, vergrössert.
1917: Schwere Lawinenniedergänge forderten im hinteren Erstfeldertal 3 Lawinentote. Im Herbst verlieren bei einem Bergunfall am kleinen Spannort drei Menschen ihr Leben.
1920: Beschädigte ein Wächtenabbruch die 1890 erbaute Kröntenhütte.
1921: Neubau der Kröntenhütte am heutigen Standort.
1922: Beginnt die „Hüttenwartsaera Emil Epp“.
1926: Verliert Josef Furger oberhalb zwischen Ämmeten und Wilerli sein Leben.
1928: Erstellung der Talstrasse für den Bau des Reservoirs „Flüe“. Der Flugpionier Walter Mittelholzer macht Luftaufnahmen über dem Erstfeldertal.
1938: Erstmalige Durchführung des Talschiessens.
1939: brannte das Haus auf der Kuppe des Ämmeten- Oberberges ab.
1940: Die Einweihung der vergrösserten Kröntenhütte wurde von einem tragischen Unfalltod überschattet.
1942: Die Mattlauwi beschädigt zwei Häuser stark und zerstört drei Ställe.
1943: Erhielt das Tal bis auf die Schopfen mit einem 220-Volt- Netz elektrische Energie.
1944: Verunglückte in der Umgebung der Kröntenhütte der 1928 geborene Student Martin Furrer.
1945: Pfingstmontag. Aufräumungsarbeiten der Freiw. Feuerwehr im Bodenberg bei Hermann Indergand.
1947: Eine Staublawine fegte über die Nossen und riss im hinteren Talberg Haus und Stall weg.
1948: Am 31. Dez. verunglückt Josef Arnold im „Siwtal“ durch ein Schneebrett tödlich.
1951: Der schwere Lawinenwinter fordert mit 82 Schadenlawinen im Kanton Uri 13 Menschenleben, 175 Stück Rindvieh, Schafe und Ziegen zerstört 17 Häuser und beschädigt 52 Hektaren Wald. Materiell betroffen ist auch das Erstfeldertal.
1955: Auf dem Glattfirn findet ein abenteuerlicher Übungs- Fallschirmabsprung der REGA statt.
1958: Schwere Rüfenniedergänge am 31. Aug./ 1. Sept. richten grosse Strassen- und Flurschäden an.
1961: In der Mettlen und am Ausfluss vom Obersee werden Wasser- Messstationen eingerichtet.
1962: Durch die schweren Schneefälle wurde das hintere Erstfeldertal von der Umwelt abgeschnitten. 40 Mann der Freiwilligen Feuerwehr Erstfeld schaufelten am 23./24. Dezember den bis 2 m tiefen Schnee vom Plattenberg bis in die Bodenberge so breit, dass das Vieh zu Tal gebracht werden konnte.
1963: Der kalte Winter 1962/63 hinterliess mit Lawinen- und Ribi Niedergängen unter andern in den „Lunzer- Oberbergen“ starke Flurschäden. Feuerwehrmänner halfen tatkräftig bei den Aufräumungsarbeiten.
1967: Umbau der Kröntenhütte. Ende Saison beendet Emil Epp seine Mission als Hüttenwart.
1968: Das Talschwingen des Schwingklubs Erstfeld wird erstmals in den Bodenbergen ausgetragen.
1975: Am 3. und 10. Mai 1975 vernichtet ein Lawinenniedergang Teile des Heimwesens im Ribiberg des Hermann Walker. 18 Mann der Feuerwehr Erstfeld sind für die Aufräumungsarbeiten im Einsatz. Auf der Flüe wird ein neues Reservoir erstellt. Dazu wird die Talstrasse stark ausgebaut und geteert.
1986: Aufräumungsarbeiten der Feuerwehr Erstfeld in den Bodenbergen
1987 In der Nordwand des Krönten zerschellte am 19. Juli ein Kleinfugzeug.
Die beiden Insassen, ein Deutsches Ehepaar, wurde dabei getötet.
1988: Die Stosslauwi verschiebt einen mehrere 100m3 grossen Stein durch den „Stoss“ über den Alpbach.
1997: Ende Juli traf ein Blitz am Grat vom Krönten vier Bergsteiger. Durch die Wucht des Einschlages stürzte einer der Alpinisten über 100 Meter in die Tiefe und starb an seinen schweren Verletzungen.
1999: Entlang des Alpennordhanges fielen zwischen dem 26. Januar und dem 25. Februar insgesamt mehr als 5 Meter Neuschnee. Schwere Lawinenniedergänge forderten in den Schweizer Alpen 17 Menschenleben. Im Erstfeldertal blieb es beim materiellen Schaden, wiederum war der Ribiberg stark betroffen.
2000: Die Gemeindewerke erneuern die Trinkwasserzuleitungen, ein Trinkwasserkraftwerk ist in Planung.
2003: Die Messdaten im Bereich der Gefahrenzone „uff den Spitzen“ ergaben markante Veränderungen. Zugang und Zufahrt ins Erstfeldertal werden durch die Strasseneigentümerin neu geregelt. Ein Urner Nationalpark mit Einbezug des Erstfeldertales erhitzt die Gemüter.
2007: Ein Kraftwerkprojekt im Erstfeldertal ist wieder im Gespräch.
Sepp Huber. Quellen: UNB; Bd. 1- IV; Altgülteneinträge; SAC Jahrbücher; Urner Wochenblatter; Angaben Jost Huber- Furrer (gest. 2000) Schaller; Chronik der Naturereignisse; Schriften M. Oechslin; u.v.a.- Historische Neujahrsblätter von Uri- Geschichte des Kantons Uri, Dr. Karl Franz Lusser- Gemälde des Kantons Uri, Dr. Karl Franz Lusser- Chronik von Rennwart Cysat, Luzern- Chronik von Leopold Cysat - Chronik Diebold Schillig- Scheuchzer, Naturgeschichte der Schweiz- Leu, Lexikon der Schweiz- Chronik der Erdbeben in der Schweiz, Dr. G. H. Vogler- Naturchronik der Schweiz, Prof. Chr. G. Brügger, Chur- Beiträge zur Chronik der Witterung, Prof. B. Amberg. Luzern- Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft, Zürich- Monatliche Nachricht einiger Merkwürdigkeiten 1750- 1765- Der Zürcher Sammler monatlicher Nachrichten 1766 - 1781- Monatliche Nachrichten schweizerischer Neuheiten 1782 - 1800
- Pfarrchronik von Andermatt, Manuskriptband- Die Kapuziner im Urserental, P. Leopold Durgiai- Zwei Manuskripte von alt Landamann Josef Furrer, Silenen- Sagen auf fünf Orten, Lütolf Alois- Sagen aus Uri, Müller- Gotthardpost, Separatdruck:- Chronik Schaller - Donauer, Flüelen- Urner Gemeindearchive- Lawinenniedergänge in Uri, Dr. hc. Max Oechslin